Samstag, 10. März 2018

Fastenzeit

Der Aschermittwoch, Beginn der Fastenzeit, ist schon ein Weilchen her. Genauer gesagt zwei Wochen. Ich bin katholisch aufgewachsen und von jeher gehören die 6 Wochen vor Ostern, in denen die ganze Familie auf Süßigkeiten verzichtete dazu. Papa gab es vor, Mama und vier Kinder machten mit. Später, als ich älter wurde und selbst entscheiden konnte, da war es mir so zur Gewohnheit geworden, dass ich es weiter beibehielt. Und so nahm ich meinen Mann und meine Kinder in diese Tradition mit. Bis heute.
Doch was sich hier so schön anhört war in Wahrheit ein Kampf den ich Jahr um Jahr verlor. Denn Schokolade esse ich für mein Leben gerne. Und es gibt Momente, da habe ich einfach so einen großen Hunger auf Schokolade, da hilft nichts. Kein Obst, kein Joghurt, keine Nüsse, kein gar nichts. Ich will Schokolade!!! Also scheiterte ich und schämte mich dafür. Ich bekam ein schlechtes Gewissen. Nicht ein mal 6 Wochen konnte ich für Jesus auf Süßigkeiten verzichten! Was bin ich nur für ein lausiger Christ.
Dieses Jahr ist es anders. Die Fastenzeit schleicht sich heran und ich bemerke erst am Aschermittwoch, dass sie ja beginnt. So ein Mist, ich konnte nicht einmal mehr am Dienstag alles vernichten, was da noch in den Schränken rumlungert. Und ich weiß, Jesus verlangt nicht von mir, dass ich faste. Wenn ich es nicht tue, bin ich kein schlechter Mensch. Aber wenn ich es will, dann wird er mir helfen es durchzuhalten. Also will ich? Ja ich will es versuchen, wieder einmal, nicht weil ich muss, nicht weil ich mir und anderen was beweisen will, nein ich will es.
Seit zwei Wochen esse ich keine Süßigkeiten (Kuchen, Kekse, und Eis gehören nicht dazu :-))
Es fällt mir schwer, keine Frage. Doch wenn der Schokoladenhunger zu groß wird dann hilft es mir zu wissen: Jesus liebt mich nicht weniger, wenn ich es nicht schaffe und ich bin nicht besser, wenn ich es schaffe. Nein, es ist allein meine Entscheidung, ob ich es will. Wann ja, dann wird Jesus mir helfen, wenn nein, dann liebt er mich so wie so. Und das macht es irgendwie leichter.
Ich halte Euch auf dem laufenden, denn noch sind es ja viereinhalb Wochen!

Claudia

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