Sonntag, 5. Februar 2017

DIe Nase voll

Das ist ein bekannter Ausspruch.Ich weiß nicht wer von Euch ihn schon mal benutzt hat. Ich des Öfteren. Meine Kinder bekommen ihn zu hören, wenn mal wieder das Zimmer nicht aufgeräumt ist, die Schuhe herumliegen, statt im Schrank zu stehen, der Müll nicht weggebracht ist... Wenn ich Stau stehe, habe ich auch schnell die Schnauze voll (das ist die Steigerungsform, für alle, die Grammatik interessiert). Wenn etwas nicht so geht, wie ich es mir vorstelle, nach einem langen Arbeitstag, in der Schlange vor der Kasse, bei einem missratenen Kuchen..., wie schnell habe ich die Nase voll. Zurecht, oder was meint ihr.

Was wäre, wenn Gott die Schnauze voll hätte, von der Welt, von den Menschen, von mir. Wenn es so wäre könnte ich ihm das nicht mal übelnehmen, abgesehen davon, das er mich nicht nach meiner Meinung fragen müsste oder würde. Ich bin ja nur eine von vielen, aber was ich so Tag für Tag im Hinblick auf Gott abliefere.... Und es gibt 8 Milliarden Menschen wie mich!!!
Dennoch, wir sind Gott nicht Zuviel. Im Gegenteil, als er feststellte (eigentlich wußte er es von Anfang an), das wir Menschen es einfach nicht hinbekommen, so zu leben, wie es ihm gefällt, da sorgte er selbst dafür, dass wir diese Möglichkeit bekommen. Er schickte Jesus. Und auch der hatte zu seinen Lebzeiten auf der Erde nicht die Nase voll. Er drehte nicht kurz vor dem Kreuz um und überließ uns unserem Schicksal. Wenn das nicht ein Grund ist, dankbar zu sein und vielleicht ein bisschen gelassener zu werden.

Claudia

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