Sonntag, 6. März 2016

Doch nicht umsonst…

(Fortsetzung vom 4. März 2016)

Stimmengewirr riss Boas aus seinen Gedanken.
„Warum folgt ihr mir?“ hörte er die ärgerliche Stimme seines Knechts.
„Wir haben Anweisung von unserem Meister.“ Antwortete eine unbekannte Stimme.
„Anweisung, mich zu verfolgen?“ fragte der Knecht ungläubig.
„Nein, nicht Dich zu verfolgen, sondern dir zu folgen. Wir müssen mit dem Hausherrn reden!“ erklärte ein zweiter Unbekannter.
„Meinem Herrn geht es nicht gut, sagt mir, was ihr wollt!“ forderte sein treuer Angestellter.
Boas erhob sich schwerfällig und ging zur Tür. Dort standen zwei fremde Männer, die ihm doch irgendwie bekannt vorkamen.
„Was gibt es denn?“
Waren es Diener seines Sohnes? Würde er doch kommen? Oder gab es Ärger, hatte er sich etwas zu Schulden kommen lassen? Doch danach sahen die Beiden nicht aus.
„Der Meister lässt fragen: `Wo ist der Raum für mich, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann`?"
Den beiden Fremden schien nicht so ganz wohl bei ihrer Frage zu sein.
Boas stutze einen Moment, er war ein alter Mann und manchmal schwer von Begriff, doch hier begriff er erstaunlich schnell. Während sein Knecht noch fassungslos von den beiden Männern zu Boas und wieder zurück blickte, breitete sich ein Lächeln auf dem Gesicht des Hausherrn aus.

Fortsetzung folgt…

Claudia

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