Montag, 21. Dezember 2015

„Es trifft immer den Falschen“



Diese Aussage fällt, als ich mich am Weihnachtsmarktstand mit einem Ehepaar unterhalte. Wir sprechen über einen Christen, der viel bewirkt hat, ein begnadeter Redner und Buchautor, ein toller Sportler, der vor allem junge Leute mit der guten Nachricht von Jesus erreichte. Dieser Mann starb im besten Mannesalter, hinterließ Frau und Kinder und noch so viel Aufgaben!
Es trifft halt immer den Falschen, bei dieser Aussage bleibe ich hängen. Wer bestimmt denn, wer der Richtige und wer der Falsche ist? Ich? Du? Die Kanzlerin? Der Papst? Und woran machen wir dann unsere Entscheidung fest? Ich glaube nicht, dass die Entscheidung bei uns in guten Händen läge. Viel besser ist es doch wenn der entscheidet, der Himmel und Erde gemacht hat, der den Überblick hat, der, obwohl es manchmal anders scheint, die ganze Welt in der Hand hält: Gott der Herr. Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass er die Fäden zieht, dass er uns Menschen liebt und dass er keinen Fehler macht. Wenn ich das aber glaube, dann muss ich sagen: Es trifft immer den Richtigen, oder? Das mag wie Hohn in den Ohren der Betroffenen klingen, doch ich kann das sagen, starb doch mein Mann vor gut einem Jahr im besten Mannesalter. Auch er hätte noch so viel zu tun gehabt. Doch aus irgendeinem Grund brauchte ihn Gott bei sich, ich kann Gott da gut verstehen.
Und ich weiß, dass sowohl dieser Christ, von dem ich anfangs schrieb, als auch mein Mann so wie die vielen anderen Christen die Gott schon sterben ließ, dort sind, woran sie geglaubt haben, bei Gott in seinem Reich. Dort gibt es keine Tränen, keinen Schmerz kein Geschrei. Das macht mich froh, wenn ich an meinen Mann denke und ehrlich, ich freue mich für ihn, auch wenn ich ihn hier noch gerne bei mir hätte. Aber ich weiß: Es trifft immer den Richtigen.

Claudia

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