Freitag, 6. April 2018

Versorgt

Als vor zwei Jahren mal wieder ein Orkan über Deutschland fegte, erinnerte ich mich an den Rat einer Freundin, meine Versicherung für mein Haus überprüfen zu lassen. Das tat ich denn auch und schloss eine Sturm/Hagel/Blitzschlag-Versicherung ab. Immer vor Weihnachten wird mir der fällige Betrag der Versicherung abgebucht. Ziemlich zur Unzeit, denn da gibt es ja noch genügend andere Ausgaben. Seither ist der Beitrag stetig gestiegen (Dynamik nennt man das, glaube ich). Und das nicht zu knapp, so dass ich mich schon ein wenig...ein ganz klein wenig ärgerte.
Heute wundere ich mich, warum ich diese Versicherung wirklich abgeschlossen habe. Denn solche Sachen wie Vorsorge, Versicherung und Bankgeschäften liegen mir nicht besonders, ehrlich gesagt gar nicht. Aber gut, jetzt habe ich sie nun mal.
Und ich habe noch etwas anderes, nämlich einen nassen Keller. In der frostigen Zeit ist mir ein Rohr geplatzt und ein Teil des Kellers ist ziemlich nass. Das wohl schon über längere Zeit, denn es hat sich schon Schimmel auf dem Verputz gebildet. Als ich das entdecke bin ich erst einmal bedient und dann beginne ich im Kopf zu rechnen. Wie viel wird das wohl kosten, wie kann ich mir das leisten. Warum lässt Gott das zu? Noch nie ist uns ein Rohr geplatzt, warum ausgerechnet jetzt? Ganze zwei Tage ziehen meine Fragen und meine Berechnungen in meinem Gehirn Kreise, ohne wirkliche Lösung. Bis ich mich dann an meine Versicherung erinnere...
Ich danke meinem Vater im Himmel, dass ich so versorgt bin. Als ich mich um die Versicherung kümmerte, wusste er schon, ich würde sie einmal brauchen. Zwei Tage ließ er mich im Ungewissen, dafür bin ich jetzt um so dankbarer.

Claudia

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