Sonntag, 20. November 2016

JEDEN TAG

Ich führe so eine Art „stille Zeit Tagebuch“. Wenn ich also in der Bibel lese, dann notiere ich darin meine Gebetsanliegen und meine Gedanken, mit Bibeltext und Datum. Das ist eine tolle Sache, die ich sehr mag, und es ist selten weniger als eine Seite, die ich aufschreibe. Das ist sicher nicht mein Verdienst. Gott hält so vieles in seinem Wort bereit, es muss nur entdeckt werden.

Als ich letztens dieses Tagebuch wieder in die Hand nahm, da fallen mir gleich die beiden letzten Wörter des vorherigen Eintrages ins Auge, in großen Lettern schrieb ich „JEDEN TAG“. Der ganze Satz lautet: „Darum ist es wichtig die Bibel zu lesen – JEDEN TAG“.

Der Haken an der Sache ist: das habe ich vor sechs Tagen geschrieben. Das heißt auch, vor sechs Tagen habe ich zum letzten Mal gelesen. Ich könnte jetzt viele Gründe dafür nennen, warum ich das Bibellesen ausfallen ließ, gute Gründe, verständliche Gründe, doch ich tu es nicht. Was mich vielmehr beschäftigt ist die Kurzlebigkeit dessen, was ich lese und entdecke. Geht es Dir genauso? Ich lese und in dem Moment in dem ich aufstehe ist auch schon wieder alles vergessen. Wie kann das sein? Dann brauch ich doch überhaupt nicht lesen, was soll das denn bringen? Dann kann ich die Zeit doch morgens (bei mir ist es morgens) besser nutzen, zum Putzen oder Joggen…

Nein, das darf auf keinen Fall der Umkehrschluss sein. Denn so oft ich auch manches vergesse, es prägt mich und je öfter ich etwas lese, desto besser wird es sich einprägen. Und letztendlich kann ich am Ende jedes Bibellesens ein Gebet mit der Bitte stellen: Herr lass mich das, was ich erkannt habe nicht vergessen.

Zum Glück gibt es auch Post-its, denn darauf kann ich das, was wichtig ist, notieren und mir vor Augen kleben!

Claudia

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