Sonntag, 16. Oktober 2016

Jesus und mein Hund - Teil 1

Ich habe eine ganz liebe Entlebucher Sennenhündin. Ihr Name ist Billy. Das kommt von der berühmten Jazzsängerin Billy Holiday, weil ich finde, dass mein Hund sehr musikalisch ist.

Vor acht Jahren durfte ich erleben, dass Jesus Christus wirklich lebt. Für mich ist diese Zeit der Bekehrung heute noch eine Zeit voller Wunder. Von der Bibel habe ich damals kaum etwas gewusst, geschweige denn verstanden. Es war für mich ein Buch mit 10000000 Geschichten, nie zu kapieren. Zu dieser Zeit hatte ich meine Hündin schon sechs Jahre.

Gleich zu Beginn meines neuen Lebens mit Jesus habe ich einen Vers aus dem Jakobusbrief gelernt. Dort sagt uns Gott im ersten Kapitel, Vers 5: „Wenn es aber jemanden unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“
Und das kann ich bezeugen. Ich hatte und habe oft sehr gute Lehrer und erfahrene Geschwister um mich. Und ich bin überzeugt, Gott hat sie mir auf die Seite gestellt. Aber ich bin ein Mensch mit unglaublichen vielen Fragen. Und da haben meine Geschwister auch nicht immer Zeit. Oder sie sind nicht da. Aber ich weiß durch diesen Vers aus Jakobus: Ich kann Gott selbst fragen. Er wird mir die Antwort geben. Durch Situationen, gute Gedanken, andere Menschen. Gott hat da keine Grenzen. Ich weiß: Frage ich Gott, wird er mir antworten.

Und Gott hat viele Situationen mit meiner Hündin benutzt, um mir Dinge zu erklären. Angefangen hat das mit einer Predigt von einem Pastor, der wie ich ein großer Hundeliebhaber war. In seiner Predigt damals ging es um den Begriff: AUSHARREN. Ja, die Bibel sagt oft, wir sollen ausharren. Und dieser Pastor erklärte es sinngemäß so:
„Wenn ihr ein bisschen lernen wollt, was es heißt auszuharren, dann schaut euch die Hunde an. Wenn Herrchen oder Frauchen das Haus verlassen, dann sitzen sie fast regungslos über Stunden vor der Tür, starren dorthin, wo die geliebte Person verschwunden ist und warten, bis sie wiederkommt. Und wenn sie dann endlich wieder da ist, was ist das für eine überschwängliche Freude.“

Ja. Das stimmt. Genauso verhält sich meine Hündin. Und ich soll so nach Gott Ausschau halten – sagt die Bibel. Habe ich das schonmal gemacht? Harre ich aus? Und wenn ich merke, wie ER wirkt und dass ER lebt: Fange ich an zu rennen, ihm entgegen, vor Freude schreiend und rufend, dass mich keiner so schnell beruhigen kann? Ehrliche Antwort?

Seit dieser Predigt sehe ich meinen Hund mit anderen Augen. Ich habe mich seitdem oft gefragt: Was will mir Gott aus Situationen mit meiner Billy erklären. Ein paar kleine Dinge will ich in den folgenden Blogs schreiben, um dich zu ermutigen, falls du das nicht sowieso schon tust, dich direkt an Gott zu wenden und ihm alle wilden Fragen zu stellen, die du auf dem Herzen hast. Denn Jesus Christus ist der beste Lehrer und Rabbuni, den es überhaupt gibt. Auch für uns und heute.

Heide

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