Freitag, 4. Dezember 2015

Warnung


Sonntagmittag, wir sitzen im Auto und fahren heim vom Gottesdienst. In einem Waldstück kommt mir ein Fahrzeug entgegen, wild blinkend. „Was will der denn…?“ im ersten Moment bin ich unsicher, stimmt was an meinem Auto nicht? Habe ich was falsch gemacht? Doch dann dämmert es mir, ich gehe vom Gas und richtig. Unter einer Brücke, nicht mal wirklich versteckt stehen sie: vier oder fünf Geräte (warum so viele) und etwas abseits der bekannte graue Caddy. Ein Blick auf den Tacho bestätigt mir, heute nicht, heute komme ich davon, ich fahre nämlich 70, so schnell darf ich. Andere Autos kommen mir entgegen. Irgendwo habe ich im Hinterkopf, dass es nicht erlaubt ist, Autofahrer per Lichthupe vor einer Radarfalle zu warnen, ich mache es trotzdem. Hätte mich nicht ein wild blinkender Fahrer darauf aufmerksam gemacht, wäre ich wohl dran gewesen, wieder mal, und das am Sonntag. Also gebe ich das Gute weiter, dass ich grade selber erfahren habe. Aber meine Gedanken schweifen ab, während ich die entgegenkommenden Fahrzeuge warne. Eine Radarfalle! Das sind ein paar Euro. 
Mache ich das gleiche wenn es um die Ewigkeit geht. Stelle ich mich wild fuchtelnd auf die Straße und rufe den Menschen zu „Ihr lauft ins Verderben“. Nein, natürlich nicht, das mache ich so nicht, aber eben auch nicht anders. Dabei ist dieses Thema doch so viel wichtiger als die paar mehr oder weniger Euro, die mich meine Raserei kosten. Es geht um die Ewigkeit, darum, was noch kommt, wenn hier alles vorbei ist. Darum, dass nicht das große Nichts kommt, sondern dass es weitergeht. Nur WO es weitergeht, das ist für jeden die Frage. Bin ich bereit, jedem davon zu erzählen, davon zu schwärmen, dass mich eine wunderbare Zukunft erwartet, weil ich Jesus kenne?

Claudia

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